Harry Potter und der Schnitt des Grauens

9. November 2013

Wer zur Hölle hat so eine Insprirationsscheiße wie Pinterest erfunden? Warum dürfen Menschen, die sogar noch mit 'ner Alditüte über der Birne totaaaal edgy oder mondän aussehen, öffentlich zugängliche Blogs starten und dann wunderhübsche und perfekt ausgeleuchtete Schnappschüsse von sich posten?
Und wenn sie das schon tun: Wo bleiben die Warnhinweise die mich auch schon von meinen roten Gauloises anleuchten? ACHTUNG: FOLGENDES SIEHT BEI IHNEN SCHEIßE UND NACH SESAMSTRAßE AUS! NICHT NACHKAUFEN/ MACHEN.

Es find schon letzten Winter an. Ab und zu stolperte ich über ein nettes Bild einer zuckersüßen Dame mit Ponyfrisur. Eine Fringespiration sozusagen. (An alle Wortspielmuffel und meine Mami: Dieses geniale Schenkelklopfer Wort setzt sich aus "Fringe", dem englischen Wort für Ponyfranse und Inspiration zusammen. Und nun nochmal lesen. Ha, lustig was!)
Und wie es dann so ist, bei uns blondierten Weibchen: Es braucht ja ein wenig.
Aber denken musste doch immer wieder dran.
So klickte ich mich nächtelang durch Pinterest Pinnwände und das wwWurscht bis über Sie und Ihre traumhafte Friese stolperte.  Ich steckte mir, vor dem Duschen mit fettigen Haar, meine kaputten Spitzen so in die Stirn wie ich eben dachte dass auch der Pony dann, ganz natürlich und mühelos perfekt sitzend, in mein Gesicht fallen würde. 
Na, klar...
Es ist der 18. Oktober diesen Jahres. Vielleicht war ich emotional instabil. Vielleicht machte mich die Pulle Hugo, die ich zu meiner Tea Time in mich kippte zu wagemutig.
Definitiv vielleicht war sie zu unfähig.
Fakt ist: meine beschissene Haus und Hof Friseuse verschnitt sich brutalst. 
Was mit einem harmlosen Spitzenschnitt begann, endete mit 15 cm feinst gepflegten Echthaar meinerseits auf dem Parkett.
Und vom Pony möchten wir gar nicht erst reden.
Meine Haare sind nun splissfrei. Doch dank meiner Bebrillung und dem unverkennbaren Talent der Scherenführerin sehe ich nun eben aus wie Harry Potter. 
Und nun: AVADA KEDAVRA, Haus und Hof Friseuse.
Von den letzten beiden Wochen gelernt:

  • Du kannst tatsächlich innerhalb 3 Stunden und mit 14 Plastiktüten aus dem häuslichen Leben eines Menschen verschwinden. Nicht aber aus seinen Erinnerungen.
  • Schnee ist erst im Dezember cool. Keine Ausnahme.
  • Schwedische Möbel Aufbauanleitungen werden erst mit 1,3 Promille leserlich und selbst dann ist es wie mit dem Intouch Magazin: Zu viele  Bildern mit zu wenig Info's.

schWEISHEITEN KW #43 & #44

4. November 2013

The magic movie moment. 
Filme können Leben verändern. 
So schnallten beispielsweise die Besucherzahlen von Vorstadt Tanzschulen weltweit, nach dem Filmerfolg von Dirty Dancing, in die Höhe. Und ich bin mir sicher, auch Wassermelonen wurden zum einmaligen Verkaufsschlager.
Sex and the City machte aus uns allen heimliche Bestsellerautorinnen mit Fersensporn und Tripper. Und Pretty Women schenkte uns Frauen unrealistische Erwartungen von Männern mit Kreditkarten und deren Definition einer gelungenen Shoppingtour.

Dann kam mein magic movie moment: 
Andrea Sachs tauschte, dank Ihrer tyrannischen Chefin, Polyester gegen Prada.
Und stand da. An ein Auto gelehnt. Und balancierte mit Ihrem Look so gekonnt lässig zwischen Büro und Bordell, dass mir die Spucke weg blieb und ich bereit war für ein ähnliches Beinkleid meine Seele zu verkaufen.
7 lange Jahre später habe ich meine Stylingvariante gefunden. Dafür bedurfte es nicht einmal einen Pakt mit dem Teufel, sondern nur mein geledertes Beinkleid sowie die Jeffrey Campbell Hacken meines Vertrauens. 
Wenn ich nun noch eine Verkäuferin mit Provisionsbasis wüste beschimpfen kann, nominiere ich mich selbst für den Oscar.

 Hose: Mavi // Schuhe: Jeffrey Campbell // Blazer: mint&berry // Shirt: Zalando //
Haarschnitt: mein Beitrag zu Halloween





the magic movie moment

1. November 2013

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