this was 2014

Grey

Tartan Scarf

Grau- sam


Bratwurstmadl x Hawes and Curtis | preview

Ich alte Jetsetterin hab mich, ganz Carmen Geiss, neulich in Kölle rumgetrieben.
Was ich da gemacht habe?
Zeig ich euch bald.
Bratwurstmadl x Hawes & Curtis Germany

Gerade so:

Angepisste, hässlich verkleidete Kinder, soeben an meiner Türschwelle mit Senf und Mini- Baileys Fläschchen abgespeist worden, lassen Ihre Wut und Enttäuschung, mit rohen Eiern, am Küchenfenster aus.
Blöderweise an dem meiner Nachbarin. 
Diese reist selbiges auf und brüllt entsetzt: "Hey, ich bin vegan!"



mal wieder

ist verdächtig ruhig hier.
mal wieder.
zieh nämlich gerade um.
mal wieder. 

Mango All Over white pants & top


Hose: Mango -hier so ähnlich & auch noch im Sale-
Top: wieder Mango, gibt es noch hier 
Perlenkette(n): H&M, noch schöner aber hier
Schuhe: Promod ähnlich noch hier verfügbar 

Getestet:
Die Spanier sind, im Gegensatz zu uns disziplinierten und pünktlichen Deutschen, ja zeitlich- ach, was sage ich- im Allgemeinen etwas flexibler.
Mit einem lässigen mañana, einer ausgiebigen Siesta und einer "Komm ich heut nicht, komm ich morgen" Attitüde, von der sich selbst mein ständig kiffender Exfreund noch etwas abschauen könnte, wird in den Tag hineingelebt. Nachdem ich, letzte Woche, vor verschlossenen Türen und eine Stunde lang -wie bestellt und nicht abgeholt- vor Starbucks stand, darf ich sogar soweit gehen und sagen:
Die einzigen Spanier auf die man sich tatsächlich noch verlassen kann sind Zara und Mango. 
Und daher - und um mein katalanisches Urlaubsfeeling noch etwas zu verlängern- huldige ich heute einem meiner Lieblingsspanier, im total All-over Look. Zwar macht das aus den 13 Grad keine 26 mehr, mir wird trotzdem ganz warm ums Herz - und dank Granufink- für die schwache Blase- welches ich präventiv schon mal schlucke, kann man den Crop Top Trend wohl noch etwas mitmachen.


Postcard from Barcelona




Barcelona, 10. Oktober 2014

Amiga mi Amora! Amora, habe ich erfunden, gebe ich ehrlich zu.Mein verstaubtes Schulspanisch reicht leider nicht aus, um auch nur irgendeine Kommunikation hier zu gewährleisten. Und trotzdem fühle ich mich pudelwohl. Vielleicht weil ich das ja eh schon kenne: nicht verstanden zu werden. Anonym tauche ich in den lauten, engen Straßen ab. Schlängele mich durch Touristengruppen mit Sandalen, Käppis und Bermudashorts in beige. Solange, bis ich keinen schwäbischen Dialekt höre und die Kellner nicht mehr vor dem Restaurant stehen müssen. Dann bestelle ich mir Pan und Jambon und schweren, tiefroten Wein und beobachte die Einheimischen. Und danach, wenn es schon sehr, sehr dunkel ist (die Spanier essen ja auch sehr, sehr spät!) und die Straßen nur von den spärlich verteilten Orangenen Straßenlaternen, den Leuchtreklamen und den Sternen beleuchtet werden, laufe ich zügig zum Meer runter. Lausche dem Rauschen, bewundere den glitzernden Mond auf der Wasseroberfläche und atme die salzige Luft ein. Und obwohl ich dich in keinem Moment mehr vermissen könnte als jetzt, muss ich gestehen, alleine reisen ist, mas o menos,gar nicht so scheisse wie angenommen. 

Adios Amiga, 
bis bald! 

Deine Karla 


Donnerstag, 22:49 Uhr Tag vor diesem Feiertag. 
Während ich meine gedankliche Pro- & Contra Liste, ob und warum ich mich nochmal mit dir treffen sollte, abwäge (Pro: habe 2 Kilo abgenommen, meine neuen Schuhe müssen ausgeführt werden |
Contra: die zwei Kilo habe ich, zugegeben, an wirklich strategisch ungünstigen Stellen - Arsch und Titten- abgenommen, der post traumatische Schmerz nach einem Date wird weder von der AOK übernommen, noch hat Ratiopharm, bis dato, einen Wirkstoff dagegen entwickelt) reißt mich ein stechender Schmerz aus meinen Gedanken.
Jemand eine Straftat geplant?
Ein sehr heißer konischer Lockenstab reicht nämlich völlig aus um sich seiner Identität, und auch der Fingerkuppen, zu entledigen. 

Dabei brauche ich gar keine neue Identität. Kennt mich ja eh fast keine Sau hier.
Brauche viel mehr neue Frisur.

Es ist Donnerstag, 22:52 vor diesem beschissenen Feiertag und ich überlege ob ich dem Grauen auf meinem Kopf mit einer Nagelschere ein Ende bereiten sollte. Ich habe mir, mit meinem Keramik & Perlen beschichteten Lockenstab, sieben Finger versengt, selbstredend daher auch höllische Schmerzen, 90 Minuten meiner Lebenszeit geopfert und trotzdem nur die linke Vorderseite meiner Mähne gelockt. 
Ich sehe, so ehrlich muss man sein, gerade ziemlich scheiße aus.
In genau acht Minuten treffe ich mich mit dir am Bahnhof, wo ich gar nicht weiß ob ich dir um den Hals fallen will oder doch lieber in die Fresse hauen sollte. 
Acht Minuten sind zu wenig.
Zu wenig um meinen moralischen Kompass wieder nach Norden zu polen und meine Bedenken beiseite zu werfen. Vor allem aber zu wenig um auf meine Frisur klar zukommen. 
Ich wünschte, ich hätte kürzlichst nicht erst mit dem Rauchen aufgehört.
Ich sehe Nikotin ja, zumindest in solchen Momenten oder aber in denen mit rauen Mengen an Alkohol, als bewusstseinserweiternde Medizin an. Kurz bin ich davor die alten, runtergebrannten Stummel aus dem Aschenbecher meines versoffenen Nachbars zu klauen um mir ein paar letzte, euphorische Züge zu beschaffen.
Beschließe jedoch, dass ich als halb seits gelockte ABBA Agnetha, keinen weiteren erheblichen Würdeverlust vertragen könnte. 
Und dann, dank der bewusstseinserweiternden Wirkung der 3 Duplo, die ich vor Aufregung und als Ersatz, schnell eingeatmet habe, fällt es mir wie Schuppen von den Augen:
Das geht gar nicht. Ich kann dich doch noch gar nicht sehen.
Das geht nicht jetzt, nicht in acht Minuten und bestimmt auch nicht in acht Monaten. Mit Mühe und Not habe ich, so rede ich es mir zumindest erfolgreich ein, das letzte bisschen Würde wieder zusammen gekratzt. Das klitzekleine bisschen an Würde, was dir nicht hinterher gelaufen ist, dich nicht auf Facebook gestalkt hat oder auch nicht im Tequila ertränkt wurde. 
Und in acht Minuten, da bin ich mir sicher, würde ich auch noch den Rest verlieren.
Und endlich, endlich, endlich - nach 25 Jahren gespickt mit schlechten und unnötigen Beischlafpartnern,  peinlichen SMS und langen Abenden mit Barolo- sehe ich es ein: 

Dafür bin ich mir mittlerweile, eigentlich zu Schade.   




Feeling the heat -
even when the sun goes down.

Sommersprossen, Meeresrauschen, Küsse die nach Salz schmecken, abtauchen und aufatmen, Sonnenuntergang, -aufgang, lange Nächte unter klarem Sternenhimmel, kurze Nächte mit Promille, zuviel Eis,Wein und Kalorien generell. Check In, Check Out. Stempel im Pass. Bange Minuten am Gepäckband. 
Fingernägel kunterbunt bemalen. Lange Gespräche im frisch gemähten Gras, hitzige Diskussionen in kleinen Spelunken, wahrscheinlich ohne Schankgenehmigung. Versöhnungssex. Wassereis mit Melonen Geschmack zum Frühstück. Sandige Füße und barfuß laufen.
Kindheitserinnerungen mit Seifenblasen, Pfannkuchen mit Nutella und Panini Bildern. 
Der Sommer ist jetzt wirklich vorbei. Find ich gar nicht so schlecht.

Ich weiß schon, es ist etwas ruhiger hier, momentan.
Mach grad nämlich einen auf Carmen Geiß, ohne gemachte Brüste.
Will heißen: Ich hab bald mehr Punkte auf meinem Air Berlin Meilenkonto als in Flensburg.
Das ist, an und für sich, natürlich recht erfreulich.
Weniger erfreulich ist jedoch dass ich dabei ein bisschen meinen Kopf verloren habe.
Und mein iPhone Ladekabel. Vier Mal innerhalb zwei Wochen.
Auch wenn ich nur von Berlin nach Frankfurt, durch Hessen, nach Köln auf einen Abstecher nach Düsseldorf und weiter nach München pendel, so komm ich mir unheimlich weltoffen und kosmopolitisch vor, wenn ich mir ein Snickers im Bord Bistro hole.
Und trotzdem: Zwischen all den schmutzigen Schlüppern - die ich dringendst mal waschen müsste- den bunten Postkarten, die ich schnell am Flughafen oder Bahnhof noch an meine Cousine adressiere und den vielen foursquare Check-Ins kommt in mir langsam das Heimweh auf.
Setzt sich, als dicker Kloß, im Hals fest und will nicht weg.

Ich müsste grad nur mal wieder meine Akkus aufladen.
Blöderweise hab ich anscheinend mein Ladekabel wieder mal vergessen.

10 things that make me happy | tag


Keine Frage, Svenja Hood ist mehr als zauberhaft- auch wenn sie in Fürth wohnt.
Da ich ja seit Montag nicht mehr in Nürnberg residiere, darf ich nun ohne Bedenken ihrer Aufforderung auf Instagram folgen und euch erzählen was mich glücklich macht.

1. Ein neuer Stempel im Reisepass.

2. Der Moment, wenn du in einem Laden mit steifen Papiertüten, mehr Verkäuferinnen als Kundschaft und Kabinen - so groß wie meine Ein- Zimmer- Wohnung in Düsseldorf Flingern- an der Kasse stehst, ein Auge zudrückst und ein bisschen Angst hast dass der Dispo ganz plötzlich schon ausgeschöpft ist, und dich das erlösende "Karte akzeptiert" freudig ausatmen lässt.

3. Sonnenaufgänge im Sommer - mit Augustiner Bier und barfuß und diesem Lied (hör mal) auf den Ohren. Nicht nach dem Aufstehen, schon klar.

4. Fotoalben angucken bei Omi.

5. Postkarten. Kaufe ich am liebsten in kleinen, verschobenen Lädchen und schreibe sie anschließend an meine Lieblingsmenschen. Ich bekomme natürlich auch gerne welche, ohne Frage.

6. Bibi Blocksberg vorm Einschlafen hören. Die beste Folge? Nummer 6. Die Kuh im Schlafzimmer.

7. Pfannkuchen mit Nutella. Oder Bananenpfannkuchen mit Ahornsirup. Da bin ich flexibel.

8. Unser Flocken Tattoo. Macht mich immer fröhlich wenn ich es sehe.

9. Ikeabesuche. Mit Hot Dog. Köttbullar. Und 'ner Daimtorte für daheim.

10. Mami. Immer.

Und? Was macht euch glücklich?

Es ist Sonntag Abend, ich sitze alleine, abgesehen von ein paar Ikea Teelichtern, auf meinem kleinen Balkon und warte auf das gemeldete Unwetter.
Ich warte auf den Sturm und darauf dass er endlich dieses hässliche Blumenarrangement (ein Plastikhund mit einem bepflanzten Korb im Maul... ein Geschenk meiner Omi) vom Balkon wedelt.
Ich würde nun gerne auf die Pause Taste drücken.
Mir nochmal ein Glas Weißwein einschenken und die warme Luft genießen.
Noch ein bisschen den Sternenhimmel bewundern. Doch es schiebt sich die erste Wolkenschicht über den Himmel. Ich höre schon das Gewitter. Ich kann es sogar riechen.

Ich hab ein bisschen Angst vor dem was mich erwartet.
Nicht vor dem Gewitter, sondern vor der kommenden Woche.
Ich schiele auf meine Uhr und bekomme diese innere Unruhe.
Ich würde wirklich verdammt gerne die Pause Taste drücken.
Und ich würde mir jetzt auch wirklich gern noch eine ganze Flasche Wein hinter die Birne kippen.

Die ersten Regentropfen klatschen auf meine aufgeheizte Haut.
Ganz leicht nur. Und trotzdem kriege ich eine Gänsehaut.
Es gibt keine Pause Taste.
Es geht jetzt los. 

{Recht Echt} Lace Espandrilles

Mittwoch, 30.07.2014 - 23:57 Uhr
Wir verwenden dreimal soviel Energie darauf eine Nachricht zu interpretieren als dass wir sie vorher für die Partnerwahl aufbringen. Wir rauchen viele, schädliche Zigaretten, trinken dazu erst guten, später aber schlechten Wein, ruinieren unsere Figur durch immensen Konsum von Lachgummis und Kinderschokolade um letztendlich doch wieder etwas zwischen den Zeilen zu lesen was dort, verdammt nochmal, nicht steht. 
Was uns fehlt ist ein gesunder, emotionaler Abstand. 
Und manchmal auch das Selbstwertgefühl. 
Meines zum Beispiel, verabschiedet sich grundsätzlich bei stetig steigendem Alkoholkonsum.
Nicht selten erwachte ich nach einer durchzechten Nacht mit einem monströsem Kater und einem beschämenden Postausgang. Gibt's da auch was von Ratiopharm? 
Wenn wir reif genug sind um regelmäßig unsere Miete zu bezahlen und ebenso viel Geld für Schuhe ausgeben -wie kann es sein dass wir einfach nicht erwachsen genug sind um einzusehen dass eine unbeantworte What's App Nachricht nun mal nicht der Anfang einer "Und wenn Sie nicht gestorben sind" Sequenz ist?

Donnerstag, 31.07.2014 - 00:08 Uhr
"Du fehlst mir"
Drei Worte die alle Bedenken bei Seite werfen.
Ach, verdammt.

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